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Das Masters 2026 wirft seine Schatten voraus – und die Quoten geben erste Hinweise auf die Favoritenstruktur. Nach Rory McIlroys historischem Sieg 2025 stellt sich die Frage: Wer sind die heißesten Kandidaten für das Green Jacket 2026? In diesem Artikel analysiere ich die Top-Favoriten, interessante Außenseiter und den Titelverteidiger.
Die Quotenlandschaft zeigt klare Tendenzen. Scottie Scheffler führt die Liste an, gefolgt von einer Gruppe starker Verfolger. Aber Quoten sind nicht gleich Gewinnwahrscheinlichkeiten – und genau hier liegt die Chance für informierte Wetter.
Die Quotenfavoriten 2026
Scottie Scheffler ist der klare Favorit mit Quoten zwischen +400 und +475 je nach Anbieter. Das entspricht etwa 17 bis 20 Prozent impliziter Siegwahrscheinlichkeit – außergewöhnlich hoch für Golf. Scheffler führte 2025 in 28 verschiedenen Statistikkategorien der PGA Tour. Sein Scoring Average von 67,99 war der zweitbeste der Geschichte nach Tiger Woods 2000. Für eine detaillierte Analyse seiner Chancen empfehle ich meinen Artikel zur Scheffler-Analyse.
Die Dominanz in den Zahlen ist beeindruckend. Aber ist sie auch Value? Bei Quote +475 liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei 17,4 Prozent. Schefflers tatsächliche Siegwahrscheinlichkeit bei Augusta – basierend auf seiner Historie mit einem Sieg in vier Auftritten und konstanten Top-10-Platzierungen – liegt vielleicht bei 20 bis 25 Prozent. Das wäre Value, aber keine dramatische Unterbewertung.
Xander Schauffele, Collin Morikawa und Jon Rahm bilden die zweite Favoritengruppe mit Quoten zwischen +1000 und +1400. Alle drei haben Major-Erfahrung und das Profil für Augusta. Schauffele hat bei den letzten fünf Masters viermal Top-5 gespielt – eine bemerkenswerte Konstanz. Für Platzierungswetten ist er ein interessanter Kandidat.
Die durchschnittlichen Masters-Sieger seit 2017 gewinnen 5,8 Strokes auf Approach und 3,2 Strokes Off-the-Tee – Werte, die alle Top-Favoriten erreichen können. Das Strokes-Gained-Profil ist für Augusta entscheidend. Wer diese Statistiken vor dem Turnier prüft, kann Value-Chancen identifizieren.
Dark Horses: Unterschätzte Kandidaten
Außenseiter mit Siegchancen sind beim Masters selten, aber sie existieren. Die Herausforderung: Sie zu identifizieren, bevor der Markt sie entdeckt. Hier ist mein Ansatz für die Suche nach Value bei höheren Quoten.
Meine Kriterien für Dark Horses: Starke Strokes-Gained-Werte in den Vorwochen, Augusta-Erfahrung mit mindestens drei Auftritten, und ein Spielprofil, das zu Augusta passt – langes Spiel, exzellentes Approach, mentale Stärke. Die letzten acht Masters-Sieger hatten durchschnittlich 72,23 Prozent Greens in Regulation – wer das erreicht, hat Potenzial.
Spieler auf den Weltranglistenplätzen 15 bis 30 mit heißer Form sind oft unterbewertet. Ihre Quoten reflektieren ihre Saisonleistung, nicht ihre aktuelle Form. Wer in den Wochen vor Augusta bei anderen Events Top-10 spielt, könnte mehr Chancen haben als seine Quote suggeriert. Das Golf-Wettvolumen stieg bei BetMGM rund um das Masters 2024 um fast 50 Prozent – mehr Liquidität kann auch mehr Ineffizienzen bedeuten.
Die letzten 13 Masters-Sieger hatten mindestens 18 Total Strokes Gained Tee-to-Green in den vier Turnieren vor ihrem Sieg. Das ist ein Filter, der Dark Horses identifizieren kann. Spieler, die diesen Schwellenwert erreichen und Quoten über 30.00 haben, verdienen genauere Betrachtung.
Ein Warnhinweis: Debütanten sind keine guten Dark-Horse-Kandidaten. In den letzten 25 Jahren hat kein Masters-Neuling gewonnen. Augusta bestraft Unerfahrenheit – egal wie talentiert der Spieler ist. Das ist eine der stabilsten Trends im Golf-Wetten.
McIlroy als Titelverteidiger
Rory McIlroy geht als Titelverteidiger ins Masters 2026 – eine historisch schwierige Position. Seit Tiger Woods 2002 hat kein Spieler das Masters im Folgejahr verteidigt. Diese Statistik spricht gegen McIlroy.
Aber McIlroy ist ein besonderer Fall. Sein Sieg 2025 beendete 3.889 Tage ohne Major-Titel und komplettierte seinen Career Grand Slam. Der emotionale Druck ist weg. Er hat 17 Jahre Augusta-Erfahrung und kennt jeden Winkel des Platzes. Das sind Faktoren, die die Titelverteidiger-Statistik relativieren könnten.
Seine Quoten werden vermutlich bei +800 bis +1200 liegen – niedriger als vor seinem Sieg, aber nicht dramatisch. Der Markt wird einpreisen, dass er Augusta jetzt beherrscht. Für Masters-Wetten 2026 ist McIlroy ein Spieler, den man beobachten muss – ohne sich von der Titelverteidiger-Hysterie blenden zu lassen.
McIlroy sagte nach seinem Sieg: „Das ist mein 17. Mal hier, und ich begann mich zu fragen, ob es jemals meine Zeit sein würde.“ Diese Worte zeigen, dass selbst Elite-Spieler mit Augusta kämpfen. Die Frage für 2026: Kann er die gleiche Intensität aufbringen, nachdem der große Traum erfüllt ist?
Häufige Fragen zu Masters 2026 Favoriten
Diese Fragen erreichen mich bereits jetzt zum kommenden Masters.